A.I. - Künstliche Intelligenz
- An dem Film gefallen mir eigentlich grundlegend zwei Thematiken:
a) Das "Ideal" oder - um es etwas kitschiger auszudrücken - der Traum des Androiodenjungens, den er über alles stellt und den er den ganzen Film über verfolgt. Dieser kindischen, nicht zu erreichenden, aber trotzdem erfüllenden Verfolgung der eigenen Ideale kann ich einfach nicht widerstehen.
b) Die Definition des Menschen. Was nicht heißt, dass ich ihr zustimme, sie gefällt mir. Ohne es zu merken, wird die Ursache seines unnatürlichen Wesens zur Ursache seiner Menschlichkeit. Ein Android der nichts sehnlicher will, als ein Mensch zu sein und dabei nicht bemerkt, dass er gerade durch das Verfolgen seines aberwitzigen Traumes, seiner Sehnsucht schon längst zu dem geworden ist, was er sein wollte.
Und wenn ich hier nicht überinterpretier, dann zeichnet sich hier der Mensch eben durch das Vorhandensein eines solchen unerreichbaren und deswegen fast sinnlos erscheinenden Zieles aus. Diese Definition ist zwar absolut irreal, aber doch wunderschön anzusehen.
American Beauty
- Hier gefällt mir vor allem die Geschichte des Vaters, der eines Tages und urplötzlich seines tristes, leeres Leben erkennt und daraufhin erfolgreich versucht, seinem Leben endlich die Freude und Erfüllung zu geben, die er verdient. Was ihn letzlich sogar so weit bringt, dass er seinen eigenen Tod nicht mehr betrauert.
- Die "Lebensphilosophie" des jugendlichen Nachbaren gefällt mir ebenfalls. Die plumpe Szene mit dem Müllsack, in welcher der Junge die Magie, den Zauber des Alltages zu zeigen versucht. Dass Wunder eben immer und überall sind.
- Und diese wunderbare Sprache *stirbt* <3 Die Monologe des Vaters und die Dialoge mit dem Nachbarjungen.
Sin City
- Ein düstere, raue Welt, in der es scheinbar nur um Sex, Gewalt und Macht geht. Ich habe schon von Leuten gehört, dass es sich nur um sinnlose diese Gewalt dreht, aber damit tun sie dem Film Unrecht.
Es ist eben die ungewohnte Gegenüberstellung zwischen der düsteren Stadt und ihrer einzigartigen Charaktere, die ich so liebe. Eine sinn- und werlose Welt, aus der Figuren voller Werte hevorgehen. Und das obwohl sie sich endlos gegen diese raue Stadt wehren müssen, um nicht zu verlieren, wofür sie kämpfen. Es ist dieser Kampf und die Darstellung dessen, was mir so gefällt.
Zum Beispiel diese genialen Monologe, die mich einfach nur mitreißen. Alleine wie Bruce Willis (also der Charakter, den er spielt) zu sich selber spricht: "Steh auf, alter Mann."
Geschwunden durch die Zeit, geschwächt durch die Welt, aber noch lange nicht am Ende, durch sich selbst.